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Wien 8 - Strozzigasse 47
Wirtschafts Blatt
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"Das Torberg": Die beste Adresse für "Gin and Tonic" in Wien

 

 

Im "Das Torberg" sorgen mittlerweile über 500 verschiedene Sorten der Wacholder-Spirituose für das mit Abstand beste Gin-Erlebnis der Stadt. Deshalb interessiert sich nun auch das "Guiness Book of Records" dafür. Die Bar kann aber noch viel mehr.

Es gibt sie noch: Die Bars, die man betritt und weiß: Da fühl' ich mich willkommen – und dementsprechend zuhause. Im Falle des "Das Torberg" im achten Wiener Gemeindebezirk hat das unzählige Gründe. Zum ersten natürlich wegen der dargebotenen Naturalien. Immerhin gehört Gin zu den Mode-Spirituosen schlechthin - und zwar weltweit. Wobei man einschränken muss: Nicht der Gin selbst, sondern dessen gemixte Form mit Tonic. Die Vorzüge dieser Kombination wusste schon die "East-India-Company" zu schätzen - damals, in Singapur. Als Malaria-Prophylaxe mit sinnerweiternden Eigenschaften. Captain Jack Sparrow hätte dem Rum abschwören sollen. Gin and Tonic kann weitaus mehr.

Apropos mehr: Im "Das Torberg" sorgen mittlerweile über 500 verschiedene Sorten der Wacholder-Spirituose für das mit Abstand beste Gin-Erlebnis der Stadt. Darauf wurde nun auch das "Guiness Book of Records" aufmerksam, denn aktuell bietet keine Bar der Welt eine größere Auswahl an Wacholder in flüssiger Form. Darunter finden sich auch einige Verrücktheiten, aber Chef Gerald Alexander Gsöls kann nicht anders. Kürzlich orderte er den aktuell teuersten Gin der Welt in Serienfertigung: "Nolet's Dry Gin The Reserve". Eine Flasche ist nur mit viel Glück in Webstores knapp unter 700 € zu haben. Ein ungewöhnlicher Preis für Gin.

Gin-Service mit Herz

Ungewöhnlich ist auch der Service in der "Bar für jederfrau/mann": Die Herkunft, den Geschmack und die ideale Tonic-Kombination bekommt man im "Das Torberg" stets erklärt – vom Chef persönlich. Es ist eines dieser launigen Erlebnisse, wenn der Chef begleitet von seiner Lebensgefährtin aus dem Nähkästchen plaudert und einen mitnimmt – in die Gin-Welten. Nach Australien. Nach England. Nach Grönland (grauslich). Nach Indien. Und in den meisten Fällen passt punktgenau nur ein bestimmtes Tonic dazu.

So wie beim "Gin Mare" und dem "Tonic Water 1724". Dabei handelt es sich um einen mediterranen Doppelpack, der exakt aufeinander abgestimmt sein soll. Und tatsächlich auch ist. Der Name "1724" kommt übrigens vom Chinin, das per Hand gepflückt wird - in Peru... 1724 Meter über dem Meer. Gin-Enthusiasten alter Schule mögen verzeihen, aber Gin and Tonic in dieser Kombination ist kaum zu schlagen. Da kann sich "Queen Mum" ("Hendriks", Gurke, Tonic) brausen gehen. Ähnlich sensationell schmeckt eigentlich nur der deutsche "Monkey 47" mit "Thomas Henry"-Tonic. Gerald Alexander Gsöls sieht das naturgemäß differenzierter. Kein Wunder, bei über 500 Sorten. Da wechseln die persönlichen Favoriten – durchaus wöchentlich.

Immerhin hat er sich zum Ziel gesetzt, ALLE Gin-Sorten dieser Welt in seiner Bar zu versammeln. Auch wenn das ein schwieriges Unterfangen wird, denn aufgrund des weltweiten Hypes rund um diese Spirituose kommen praktisch wöchentlich neue Sorten hinzu – sogar österreichische. Gsöls bittet sogar um Mithilfe und Vorschläge, am besten auf der "Das Torberg"-Facebook-Seite. Die zählt bislang übrigens erst knapp über 10.800 Fans – viel zuwendig wie wir finden.

Mit verbal artikulierten Gin-Vorlieben und -Abneigungen sollte man übrigens vorsichtig sein. Immerhin stehen im urigen "Das Torberg" nicht umsonst Sprüche wie: "Rauchen gefährdet Ihre Gesundheit.... blöd Reden auch!"

Tausche Krawatte gegen Gin

So mancher Gast hat beim "After Work-Gin" schon sein letztes Hemd im "Das Torberg" gelassen. Oder besser gesagt: Die letzte Krawatte. Davon hängen nämlich eine ganze Menge über der Bar. Deren ehemalige Besitzer kommen immer wieder. Gsöls sagt: "Immer öfter!" Das beweist auch die gesellschaftliche Durchmischung der Gäste. Es gibt Studenten, Bürohengste, Hackler... – jeweils Frau wie Mann gleichermaßen – und sie alle genießen Gin. Oder Bier. Oder Whisky. Je nachdem. Falco hätte das gefallen.